Fragen und Antworten

Wer steckt hinter den Raumteiler_innen?

Wir sind eine Gruppe gemeinschaftsfreudiger Menschen (Singles, Paare und Familien) mit Erfahrung in gemeinschaftlichem Wohnen. Schau doch mal in unsere Steckbriefe.

Habt ihr eine gemeinsame Ideologie?

Nein. Grundvoraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben ist jedoch, dass wir unterschiedliche Lebensentwürfe tolerieren, nicht fremdenfeindlich sind und uns gegenseitig mit Respekt und Wertschätzung begegnen.

Wie groß soll das Projekt werden?

Wir streben ein Wohnprojekt mit ca. 40 Beteiligten und damit ca. 15-20 Wohneinheiten an

Wo soll das Haus stehen und wann ist der Einzug geplant?

Das Haus soll möglichst in Essen stehen. Aktuell haben wir die Aussicht auf ein Grundstück in Essen-Rellinghausen. Geplanter Einzug in unser Haus wäre dann im Jahr 2021.

Wie kann ich Mitglied bei den Raumteiler_innen werden?

Dafür haben wir ein Aufnahmeverfahren definiert. Im ersten Schritt nimmst du am Info-Café oder einem Raumwärmer_innen-Treffen teil (siehe Terminkalender). Danach darfst du zu unseren Arbeitstreffen kommen und hast die Möglichkeit, dich in eine der zahlreichen Arbeitsgruppen einzubringen. Sobald du die Gruppe ausreichend kennen gelernt hast (und umgekehrt!) kannst du einen Aufnahmeantrag in die GbR stellen. Über deine Aufnahme entscheiden wir im Konsensprinzip. Im letzten Schritt stellst du einen Aufnahmeantrag für die Genossenschaft. Hierüber entscheiden wir im Konsensprinzip minus 1.

Was sind Raumwärmer_innen-Treffen?

Raumwärmer_innen-Treffen sind Zusammenkünfte an unterschiedlichen Orten, um sich in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen. Hier wird nicht gearbeitet, sondern gewandert, gefeiert oder gepicknickt. Eine gute Möglichkeit für dich, die Gruppe zu erleben! Die nächsten Termine findest du auf unserem Terminkalender.

Was bedeutet es, GbR-Mitglied zu sein?

Als GbR-Mitglied hast du das Recht, an den Architektenworkshops teilzunehmen. Außerdem erhältst du Zugriff zu unserem Online-Portal mit Einblick in sämtliche Vorgänge (Verträge, Bauskizzen, Gutachten etc.) Die Aufnahme in die GbR ist mit einer Zahlung von 165 € verbunden.

Was bedeutet es, Genossenschafts-Mitglied zu sein?

Als Genossenschafts-Mitglied hast du das Anrecht auf eine Mietwohnung im geplanten Projekt. Nach der Aufnahme bezahlst du einmalig 100 € plus eine Genossenschaftseinlage in Höhe von 300 €, die du bei deinem Ausstieg zurück erhältst. Als Genossenschafts-Mitglied bist du stimmberechtigt und darfst über die Aufnahme neuer Mitglieder bzw. über die Umsetzung unseres Wohnprojekts mit entscheiden.

Warum habt ihr euch für eine Genossenschaft entschieden?

Eine Genossenschaft ermöglicht den Mitgliedern die Gestaltung ihres Umfelds. Wir sind unabhängig von externen Investor_innen und dürfen selbst entscheiden!

Wie viel Geld brauche ich, um bei den Raumteiler_innen einzusteigen?

Dein Eintritt in die GbR ist mit einer Zahlung von 165 € verbunden, die nicht zurück erstattet wird. Trittst du später in die Genossenschaft ein, werden weitere 100 € und ein Genossenschaftsanteil (300 €) fällig. Darüber hinaus „zeichnest“ du weitere Genossenschaftsanteile, die sich an der Größe deiner Wohnung orientieren. Beispiel für 50 m² Wohnung: (100 €) + (300 € x 50 m² x je 2 Anteile/m²) = 30.100 € Die Zahlung erfolgt schrittweise bis zum Baubeginn. Deine Einlage erhältst du wieder, sobald du das Projekt verlässt. Bei Einzug in die Wohnung bezahlst du darüber hinaus eine monatliche Miete bzw. ein Nutzungsentgelt.

Kann ich als Genossenschafts-Mitglied auch wieder aussteigen?

Ja! Im Nutzungsvertrag ist geregelt, wie du deine Mitgliedschaft bei den Raumteiler_innen kündigen kannst. Deine Genossenschaftsanteile werden frühestens nach Einzug von neuen Genoss_innen zurück gezahlt – spätestens jedoch nach zwei Jahren.

Habe ich als Genossenschafts-Mitglied Mitbestimmungsrecht?

Ja, du darfst über die Aufnahme neuer Mitglieder sowie alle anstehenden Entscheidungen mit bestimmen. Manche Entscheidungen wurden bereits gefällt und bilden einen „Status Quo“ (z.B. das Konsensprinzip, die Form einer Genossenschaft, Mieten statt Kaufen). Zukünftige Fragen werden von den Mitgliedern entschieden, die zum Zeitpunkt der Abstimmung stimmberechtigt sind.

Warum entscheiden die Raumteiler_innen im Konsensprinzip? Werden alle Entscheidungen im Konsensprinzip gefällt?

Nur wenn alle Raumteiler_innen mit „Ja“ stimmen, ist die Aufnahme eines neuen Mitglieds in die GbR möglich. Bei der Aufnahme von neuen Mitgliedern in die Genossenschaft entscheiden wir nach dem Prinzip „Konsens minus 1“. Bei allen weiteren Entscheidungen stimmen wir nach dem Mehrheitsprinzip ab. Auch wenn es anstrengend ist und viele Diskussionen nach sich zieht: Wir wollen alle Beteiligten ins Boot holen und Lösungen finden, mit denen alle leben können. Deshalb haben wir uns bei den wichtigsten Fragen für das Konsensprinzip entschieden.

Warum baut ihr neu und kauft nicht eine alte Schule, ein Schloss oder ein Kloster?

Wir sind für alle Varianten offen – es ist jedoch sehr schwierig, ein geeignetes und bezahlbares Grundstück oder gar Gebäude für ein Projekt unserer Größenordnung zu finden. Das aktuell angebotene Grundstück macht einen Neubau zwingend nötig.

Wie wohnen die Raumteiler_innen zukünftig zusammen? Welche Gemeinschaftsräume sind geplant?

Wir planen abgeschlossene Wohnungen mit Balkon/Terrasse für die Bewohnerschaft (Singlewohnungen, Wohnungen für Paare und Familien, WGs). Darüber hinaus gibt es gemeinsame Räume, die von allen genutzt werden dürfen. Aktuell vorgesehen ist ein großzügiger Gemeinschaftsraum mit Küche, ein Multifunktionsraum für Kursangebote, ein Gästezimmer, eine Waschküche sowie eine Werkstatt und ein Probenraum. Der Garten gehört ebenfalls der Gemeinschaft! Über einen CoWorking-Bereich wird zur Zeit noch diskutiert.

Kann ich auch als Bezieher_in eines Wohnberechtigungsscheins ins Projekt ziehen?

Ja. Wir planen eine bestimmte Anzahl geförderter Wohnungen für Bezieher_innen des Wohnberechtigungsscheins A. Sprich uns bitte persönlich darauf an.

Wie hoch wird die Miete meiner Wohnung sein?

Du bezahlst ein Nutzungsentgelt für die eigene Wohnung sowie eine Umlage für die Gemeinschaftsflächen. Aktuell sind folgende Nutzungsentgelte geplant: Eigene Wohnung mit WBS-A = 6,20 € / m² – Eigene Wohnung frei finanziert = 9,50 € / m² Umlage für die Gemeinschaftsfläche = ca. 60 € je Wohnung. Vor Einzug erhältst du einen „Nutzungsvertrag“ in dem alles wie in einem Mietvertrag geregelt ist.

Wo kann ich einen Kredit aufnehmen?

Einige der Raumteiler_innen sind für die Bezahlung der Einlage auf einen Kredit angewiesen. Sprich uns bitte persönlich darauf an und wir teilen dir unsere Erfahrungen und Tipps mit.

Ist das Projekt für Familien geeignet?

Ja, wir suchen ganz konkret nach jungen Familien und Alleinerziehenden! Eine Kita sowie eine Schule sind in unmittelbarer Nähe. Supermärkte, Bushaltestellen und ein Bäcker sind ebenfalls fussläufig zu erreichen. Für die Kinder ist ein großer Spielplatz im Garten geplant!

Darf ich meine Wohnung untervermieten?

Ja. Dieser Punkt ist im Nutzungsvertrag deiner Wohnung geregelt und wird zur Zeit ausformuliert.

Gibt es Gemeinschaftsanschaffungen?

Wir versuchen Anschaffungen zu bündeln. So wird es neben einem gemeinsamen Waschraum und Werkzeugen auch ein Carsharing-Projekt und ähnliches geben.

Warum gibt es eine Abstimmung über neue Bewohner_innen?

Ein Wohnprojekt steht und fällt mit den Bewohner_innen. Wichtiger als alle anderen Fragen ist uns deshalb die Dynamik der Gruppe. Gemeinsames Entscheiden und Gestalten sehen wir dabei als Basis. Konfliktfähigkeit ist für uns zentral. Gleichzeitig ist uns allen daran gelegen, dass das Zusammenleben möglichst harmonisch verläuft. Das ist der Grund, warum wir nicht willkürlich Interessent_innen ins Projekt aufnehmen, sondern eine gewisse Annäherungszeit verstreichen lassen und uns bewusst für dich entscheiden. Du musst sicher sein, dass du dich in der Gruppe wohlfühlst und du dir ein Leben in Gemeinschaft vorstellen kannst. Umgekehrt wollen auch wir den Eindruck haben, dass du ins Projekt passt.

Muss ich als Bewohner_in bei allen Aktivitäten der Gruppe mitmachen?

Es besteht kein Zwang, sich in die Aktivitäten der Bewohnerschaft einzubringen. Wir erwarten jedoch ein Einbringen in Entscheidungsprozesse und eine generelle Offenheit für Mitarbeit und Gemeinschaft. Auch wenn Kontakt kein Muss im Projekt ist – wir wollen nicht nur zusammen wohnen, sondern uns auch begegnen und miteinander wachsen.