Unsere Ziele

Gemeinschaft

Als Gemeinschaft haben wir das Ziel, in guter Nachbarschaft und freundschaftlicher Verbindung miteinander zu wohnen. Das Wohnumfeld und unsere Selbstorganisation sollen Raum für Begegnung und Austausch ermöglichen. Daraus können gemeinsame Aktivitäten, Unterstützung im Alltag, Treffen, gemeinsames Kochen und vieles mehr entstehen. Wie genau die Gemeinschaft mit Leben gefüllt sein wird, wird von den Initiativen der Bewohner_innen abhängen. Wir sind auf die weitere Entwicklung gespannt und freuen uns schon jetzt über die Schritte während der Planungsphase.

Um die Grundpfeiler für gemeinschaftliches Leben setzen zu können, sehen wir regelmäßige Versammlungen und Absprachen über Entscheidungen und Entscheidungsprozesse als essenziell an. Deswegen wollen wir Menschen zusammenbringen, die Neugier und Lust auf aktive Mitgestaltung in Gruppenprozessen mitbringen, denn: Jede_r wird Miteigentümer_in sein, niemand Alleinentscheider_in. Für wichtige Grundsatzentscheidungen nutzen wir das Verfahren „Konsens-minus-eins“. Für Entscheidungen mit weniger Tragweite genügt eine Mehrheitsabstimmung. Das Projekt fußt auf einer prinzipiellen Bereitschaft zur Diskussion und auch zur Kompromissfindung.

Die in der Planungsphase herausgearbeiteten Absichten und Ziele von Raumteilen geben Klarheit darüber, welche Wohnform wir anstreben und was uns in der Umsetzung wichtig ist. Gleichzeitig dienen sie für Interessierte als Richtschnur zur Einschätzung, ob man Teil des Projekts werden möchte oder nicht.

Anforderungen an das Haus

In der Planungsphase wurden unsere Vorstellungen zum gemeinsamen Wohnraum konkret. Es wird abgeschlossene, vollständige Wohnungen für Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen geben. Gleichzeitig ist allen Gruppenmitgliedern wichtig, Begegnung im gemeinsamen Alltag zu ermöglichen. Dafür haben wir uns für unterschiedliche Gemeinschaftsflächen entschieden: ein zentraler und gemütlicher Gemeinschaftsbereich mit offener Küche im Dachgeschoss, ein Multifunktionsraum für unterschiedlichste Aktivitäten von Heimkino bis Yogakurs, Musik- und Werkraum und natürlich der gemeinsamen Garten als Treffpunkt.

Raum für Gemeinschaft

Herzstück des Gemeinschaftslebens wird ein Raum sein, in dem wir uns sowohl zum Feiern als auch zum alltäglichen Feierabend gut aufgehoben fühlen. Es soll ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält (allein oder in Gesellschaft), wo wir zusammen kochen, uns austauschen und wie in einer Familie Alltag leben können. Diesen Treffpunkt werden wir liebevoll und mit Bedacht gestalten. Darüber hinaus sind weitere Gemeinschaftsbereiche wie der Garten und der Mehrzweckraum Orte für Begegnung. Die Kosten für die Gemeinschaftsfläche kommen zur Miete für die eigene Wohnfläche hinzu. Der genaue Verteilungsschlüssel steht noch nicht fest, denkbar ist eine Aufschlüsselung pro Bewohner_in, pro Wohnung, pro Quadratmeter der eigenen Wohnfläche oder auch eine Mischung davon.

Wie groß und für wen?

Das Projekt wird Wohnraum für 25 Parteien bieten, offen sein für Singles, Paare und Familien und ein Mehrgenerationenwohnen ermöglichen. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Wohnungsgrößen, die dem Bedarf der aktuellen Gruppenmitglieder entsprechend festgelegt wurden.

Teile des Projekts sind als geförderter Wohnraum konzipiert. Wir diskutieren außerdem, ob Untervermietungen durch Genossenschaftsmitglieder oder die Vermietung von WG-Zimmern durch die Genossenschaft infrage kommen.

Welche Rechtsform?

Wir wollen selbstbestimmt und in demokratischer Struktur leben. Um unser Wohnprojekt unabhängig von den Vorstellungen eines Investors gestalten zu können, werden wir es selbst finanzieren, weshalb wir eine Genossenschaft gegründet haben. Die Mitglieder erklären sich bei dieser Art der Finanzierung bereit, neben den Mietkosten ihren Anteil an der Genossenschaft aufzubringen.