Positivliste

By 07.06.2019 Juni 8th, 2019 Berichte, vergangene Termin

Planungsstand Positivliste – Darf’s ein bisschen was Anderes sein?

(Beitrag von Uwe)

Kaum war ein befreundetes Wohnprojekt besucht, schon gab´s ein Ergebnis: Sonderwunsch, so erzählten sie, reihte sich bei ihnen an Sonderwunsch, so dass bald eine eigene Einsatztruppe zum Erfassen, Weiterreichen, Koordinieren, Kontrollieren, Diskutieren mit Architekten, Planenden und Ausführenden, Einpreisen und Eintreiben der Sonderwunschsonderzahlungen, vermehrten Mängellisten führen und dem Dauerimprovisieren mit kaskadenartig sich auftürmenden Bauverkomplizierungen und -zögerungen beschäftigt und bis zur Zerreißgrenze zunehmend übersatt genervt war. Kurz: die Büchse der Sonderwünsche aufzumachen, hieß das Fass des Frusts und die Tonnen des Ärgers sperrangelweit zu öffnen.
Nachdem wir daraufhin flugs das Wagnis eingingen, diesen Vorgängen eine deutliche Absage für unser Wohnprojekt zu erteilen, galt es nur noch zu regeln, wie wir es stattdessen regeln wollen.

Gut gesetzte Standard, eine wohlgetroffene Vorauswahl durch einen überschaubaren Kreis sich einfuchsender Genoss_innen und Interessent_innen sowie eine jederzeitige Transparenz, was dort gerade besprochen und beraten wird, verbunden mit der freundlichen Einladung, dann doch dabei zu sein, wenn das Thema des eigenen Interesses zur Debatte und Entscheidung steht – das ist die eine Seite der Medaille.
Die andere Seite der Medaille ist die einer Positivliste, in der alle Raumteilenden eintragen können, was ihnen unverzichtbar erscheint zum Glück in der geplanten, gemieteten und bewohnten Wohnprojektwohnung. Ist es ein Holzfußboden? Sind es runde Steckdosen? Blaue Heizkörper, grüne Briefkästen, Dimmschalter in der Wohnung oder Steckdosen auf dem Balkon?

Dies zu wissen, ist gut. Denn es wird einfließen in die Beratungen und ermöglichen, auf neuralgische Punkte in der Auswahl aufmerksam zu machen, bevor diese final fixiert wird.

Und die Meldung des Tages ist: Bis Mitte Juni ist die Positivliste da – bestückt mit den Herzenswünschen der Raumteilenden.

Und dann darf’s ein bisschen was anderes sein an der ein oder anderen Stelle – mit Maß und mit Ziel.